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Wiederbelebung glückt: Neunjähriger lebt

Schwimmmeister rettet regungslosen Jungen – Wie Dominik Klos helfen will, dass alle Kinder schwimmen können

Singhofen. Es ist der Albtraum jedes Schwimmmeisters: Ein Kind liegt unter Wasser und bewegt sich nicht mehr. Genau das ist am Dienstag im Singhofener Freibad im Rhein-Lahn-Kreis passiert. Als Dominik Klos einen neun Jahre alten Jungen im Becken treiben sieht, handelt er sofort und rettet dessen Leben.

Der 38-Jährige ist noch sichtlich mitgenommen von den Ereignissen des Vortags. „Ich bin froh, dass ich heute wieder arbeite, denn das lenkt mich ab“, sagt der Mann, der selbst drei Kinder hat. Eigentlich ist er seit vielen Jahren im Rettungswesen fest verwurzelt. Ehrenamtlich ist er in seiner Freizeit seit 20 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz und bei der DLRG tätig. Mit der Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe hat er 2009 begonnen, seit 2012 ist er in Singhofen für das Freibad verantwortlich. Einen solchen Vorfall, bei dem es um Leben und Tod geht und jede Sekunde zählt, hat er aber noch nie erlebt. Am Tag nach dem Geschehen weiß er: „Die Ausbildung hat sich bezahlt gemacht.“

Dem Neunjährigen geht es „den Umständen entsprechend“ gut, hat Klos nach einem Telefonat mit der Mutter des Jungen erfahren. Er liegt für ein paar Tage in einem künstlichen Koma, „aber er ist außer Lebensgefahr“. Klos sagt erleichtert: „Alles in allem sieht es sehr gut aus.“ Dass dem Schwimmmeister kaum 18 Stunden nach dem Badeunfall wieder ein Lächeln gelingt, ist das Verdienst vieler Menschen, die im Augenblick höchster Gefahr besonnen gehandelt haben.

Klos selbst stieg sofort ins Wasser, als er am Dienstagnachmittag sah, dass etwas nicht stimmte. Der Mann, groß wie ein Schrank, hatte keine Mühe, den Jungen im Grundschulalter allein aus dem Becken zu heben. „Leblos und ganz blau“ sei das Kind gewesen, sodass er unmittelbar mit der Reanimation begonnen habe. Dabei half ihm auch eine junge Frau, die als Badegast zugegen war. Etwa eine halbe Minute habe es gedauert, bis beim Verunglückten Lebenszeichen erkennbar waren. „Als der Junge die Augen wieder aufgemacht und Wasser gehustet hat, war ich einfach nur sehr glücklich“, schildert Dominik Klos bewegt, wie er den Moment erlebt hat. Andere Badegäste alarmierten währenddessen die Rettungsleitstelle und hielten Handtücher als Sichtschutz vor das Trio. Der in Singhofen stationierte Notarzt war nach wenigen Minuten vor Ort und versorgte den Neunjährigen. Ein Rettungshubschrauber flog ihn schließlich nach Mainz in ein Krankenhaus. „Ich bin begeistert“, sagt Klos über das Verhalten der Schwimmbadbesucher. Diese bringen ihm am Tag danach ihre Wertschätzung entgegen. „Ich spreche Ihnen mein Lob aus“, sagt ein älterer Herr. Auch Ortsbürgermeister Detlev Paul ist gekommen, um seine Anerkennung auszudrücken „Ich bin sehr stolz auf unseren Schwimmmeister, der so schnell reagiert hat.“

Seit jeher ist Dominik Klos ein Verfechter davon, dass jedes Kind schwimmen lernen sollte. Dafür aber muss es auch die entsprechenden Einrichtungen geben. „Man kann es der Gemeinde nicht hoch genug anrechnen, dass sie den Betrieb des Freibads aufrechterhält“, sagt der 38-Jährige. Dadurch kommen viele Familien regelmäßig, und ihre Kinder werden mit dem Wasser vertraut. Sein Vorgänger Klaus Weber bietet zudem Schwimmkurse an, die örtliche DLRG weiterführenden Unterricht. Klos selbst bildet Rettungsschwimmer aus und kümmert sich um die stark wachsende Jugend im Verein. Das Resultat: „Unsere Badegäste sind überwiegend gute Schwimmer.“ Für Klos gehört das Schwimmen deshalb als fester Bestandteil in den Unterricht der Grundschulen. Weil aber viele Schulen aus logistischen Gründen darauf verzichten, trägt er sich bereits mit dem Gedanken, wenigstens vor Ort aktiv mitzuhelfen, etwas daran zu verändern. „Im Winter habe ich ja Zeit“, sagt er.

Von Carlo Rosenkranz, Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 21. Juni 2019, Seite 31

Carlo Rosenkranz am 25.06.19


Tag der Wasserwacht mit 40 Jahre Jubiläum WW Idar-Oberstein

Am 15. Juni 2019 veranstaltet die Wasserwacht des DRK-LV Rheinland-Pfalz einen landesweiten Tag der Wasserwacht im Freibad Birkenfeld. Gleichzeitig feiert die Wasserwacht Idar-Oberstein ihr 40-jähriges Bestehen.

Die Keimzelle des Rettungsschwimmens in Rheinland-Pfalz wurde bereits im Jahre 1956 in und an der Nahe gelegt. Der Weg der Wasserwacht führte zunächst über die legendäre Ortsgruppe Idar-Oberstein Bundeswehr schließlich ab 1979 zur etablierten Rotkreuzgemeinschaft innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes. Idar-Oberstein spielte in dieser Entwicklung eine Schlüsselrolle.
Wir laden Sie herzlich ein, uns am 15. Juni im Birkenfelder Freibad zu besuchen und das breite Spektrum der DRK-Wasserwacht in Form von Präsentationen und Vorführungen im Wasser zu erleben. 

Feiern Sie mit uns unser Jubiläum. Wir freuen uns auf Sie. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ralf Wahn am 30.03.19


Landeskonferenz der WW

Zur Landeskonferenz der Wasserwacht am 19.1.2019 standen zwei Themen im Mittelpunkt: die Aufstellung eines landesweiten Wasserrettungszuges und die Organisation eines Tages der Wasserwacht, der am 15.6.2019 in Birkenfeld stattfinden wird. 

Gleichzeitig wird die Wasserwacht Idar-Oberstein mit dieser Veranstaltung ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Zum Einstieg in das Jubiläumsjahr überreichte WW-Landesleiter Ralf Wahn die ersten Wasserwacht-Tassen an Vorstand Manuel Gonzalez, Abteilungsleiter Roland Lipp und den stellvertretenden WW-Landesleiter Reiner Gerbes. Der Landesverband wird beide Vorhaben unterstützen, was von der Landeskonferenz mit Freude zur Kenntnis genommen wurde. Die Planungen werden in den kommenden Monaten entsprechend vorangetrieben.

In Anerkennung ihrer besonderen Leistungen um die Wasserrettung sowie die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung erhielten Hans-Peter Stein (COC) die Medaille der Wasserwacht in Gold, Daniel Byczkowski (MZ) die Medaille der Wasserwacht in Silber und Fritz Malcher (ZW) die Medaille der Wasserwacht in Bronze.

 

Ralf Wahn am 10.02.19


Verabschiedung von Andrea Conradt

Während des Jahresabschlusses der Übungsleiter des DRK-OV Rilchenberg verabschiedete Vorsitzender Ralf Wahn seine langjährige Stellvertreterin Andrea Conradt, die aus persönlichen Gründen alle Ämter im DRK aufgibt. Dies kommt einer Zäsur gleich, denn Andrea Conradt gestaltete seit 15 Jahren als stellvertretende Vorsitzende und Wasserwachtleiterin die Geschicke und Aktivitäten der Idar-Obersteiner Wasserwacht maßgeblich.

„Durch ihr Organisationstalent und ihre hohe Fachkompetenz hat Andrea Conradt entscheidenden Anteil an den Erfolgen der DRK-Wasserwacht in den vergangenen Jahren“, lobte Ralf Wahn ihr außergewöhnliches Engagement. Mit ihrer gesamten Familie organisierte sie zahlreiche Wettbewerbe im Rettungsschwimmen, leitete Lehrgänge und stand regelmäßig als Ausbilderin am Beckenrand. Höhepunkt ihres Wirkens war sicherlich die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs im Rettungsschwimmen für Jugendliche 2011 in Idar-Oberstein. Mit viel Liebe zum Detail sorgte sie mit ihrem Team dafür, dass diese Veranstaltung überregional zu einem großen Erfolg wurde.

Andrea Conradt war weiterhin Kreiswasserwachtleiterin und gehörte in dieser Funktion dem Präsidium des DRK-Kreisverbandes Birkenfeld an. Außerdem war sie seit 2010 Mitglied des Landesausschusses der Wasserwacht, zunächst verantwortlich für Landeswettbewerbe, dann Landesausbilderin Rettungsschwimmen im DRK-LV Rheinland-Pfalz. Dennoch geht sie der Wasserwacht nicht ganz verloren – zum Glück. Denn Andrea Conradt wird weiterhin mit ihrem Mann Klaus und ihrer Mutter Ilka Klein Ausbildung für die Wasserwacht betreiben, nur eben nicht mehr dem Vorstand angehören.

Mit Bedauern und Verständnis nahm der gesamte Vorstand die Entscheidung Andrea Conradts an. „Wir alle sind Andrea sehr dankbar und zollen ihr großen Respekt vor ihrer fantastischen Arbeit der letzten Jahre. Sie hinterlässt ganz sicher eine riesige Lücke im Vorstand. Wir werden ihre Ideen vermissen“, schloss Ralf Wahn die Verabschiedung mit einem Blumenstrauß und einem Geschenk. Eine qualifizierte Nachfolge ist glücklicherweise in Aussicht: Andrea Lukas wird das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden kommissarisch weiterführen. Und mit Jana Herrmann, Alexander Uebel-Herrmann und Leonie Bach wurde eine neue Jugendleitung gewählt.

Ralf Wahn am 03.01.19


Landeswettbewerb Einzel

Am 17. November 2018 fand unter Leitung von Louisa Wahn und Peter Wendling der Landeswettbewerb der DRK-Wasserwacht im Rettungsschwimmen für Einzelteilnehmer in Cochem statt. 70 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer gingen in drei Disziplinen an den Start.

Nach dem Brust- bzw. Tauchschwimmen, gefolgt vom Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit (als Voraussetzung zum Retten), war das Flossenschwimmen für alle die letzte Übung. Neben den Schwimmern aus Cochem, Römerberg und Idar-Oberstein waren erstmals auch Teilnehmer der neuen Wasserwacht-Gruppe aus Bad Breisig dabei.

Ein Überraschungsbesuch zwischendurch: Die Technische Leiterin der Wasserwacht Rheinland-Pfalz, Jutta Michels, war erst vor wenigen Wochen Mutter geworden und schaute mit ihrem kleinen Töchterchen im Bad vorbei. Ralf Wahn freute sich über das jüngste DRK-Mitglied in der Wasserwacht und gratulierte der jungen Familie mit dem neuen Armbänchen „DRK-Wasserwacht – Mein Ding!“.

Zur Siegerehrung konnten die meist jungen Teilnehmer stolz Urkunden, Medaillen und für die Besten sogar Pokale in Empfang nehmen. Die Überreichung erfolgte durch Reiner Gerbes, Louisa Wahn, Matthias Lipp sowie die Bürgermeister der VG und der Stadt Cochem. Ein Dank an Stefan Laux mit seinem Cochemer Team, die diese Veranstaltung vorbildlich und mit Liebe fürs Detail vorbereiteten.

 

Ralf Wahn am 16.12.18


Ausbildung zum Fließwasserretter

Anfang November fand unter Leitung von Florian Petatz, Olliver Bartelt und Christopher Jakobs der zweite Teil der Ausbildung zum Fließwasserretter der DRK-Wasserwacht in Bad Kreuznach statt. 14 Wasserretter nahmen an der dreitägigen, sehr anspruchsvollen Veranstaltung mit Erfolg teil.

Der praktische Teil erfolgte im Strömungskanal der aufgestauten Nahe, in dem auch die Wildwasserkanuten sogar für Olympia trainieren. Die Ausbildung ist eine wesentliche Voraussetzung zur Aufstellung eines landesweiten Wasserrettungszuges der rheinland-pfälzischen Wasserwacht. Diesem Zug sollen künftig mehrere Bootsgruppen und Tauchtrupps angehören, um im Notfall auch im Wasser fachgerecht helfen zu können. Denn es muss damit gerechnet werden, dass auch in Rheinland-Pfalz Starkregen mit anschließenden Hochwassersituationen nicht nur an den großen Gewässern auftreten können. Neben umfangreicher Ausbildung, geeignetem Wasserrettungsgerät und körperlicher Fitness ist auch Mut gefragt – wie beispielsweise beim Abseilen von einer 8 m hohen Brücke in die Nahe.

Jonas Braun am 16.12.18


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